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Sonntagsgedanken – Vier Fragen (3)

Sonntag, 22. Januar 2012

In den letzten Sonntagsgedanken, Teil 2 der vier Fragen ging es zum Schluss um die Frage:

Woran erkenne ich, dass ich mein Ziel erreicht, mein Vorhaben verwirklicht habe?

Heute, im dritten und vorletzten Teil:

Wie wird mein Ziel attraktiv?


Woran erkenne ich, dass ich mein Ziel erreicht, mein Vorhaben verwirklicht habe?

Dazu gehört auf jeden Fall, ein Ziel so zu formulieren, dass es greifbar wird:

Besser als “Ich will nicht länger ins Unterholz schießen” klingt es, wenn ich mir sage: “4 von 6 Pfeilen will ich auf die Scheibe bringen.”

Es klingt nicht nur besser. Es klammert auch das Negative aus, hier: Das Unterholz, das ich ja nicht mehr mit meinen Pfeilen durchpflügen möchte; daher sollte es auch in meiner Formulierung keine Rolle mehr spielen.

Und mit diesem klar formulierten Ziel kannst du weiter arbeiten.

Heute geht es darum: Wie wird mein Ziel attraktiv?

Vorweg: Wie wir lernen, wie wir uns motivieren, wie wir mit Herausforderungen umgehen, hat seine Wurzeln auch(!) in unserer Kindheit. Hier werden nunmal entscheidene “Mechanismen”, Strategien eingeübt.

Wie wir in unserer Kindheit und Jugend motiviert wurden oder uns selbst befeuert haben, etwas zu erreichen, kann uns auch heute noch bestimmen.

So leisten manche Menschen intellektuell sehr viel, scheinen jedoch “zwei linke Hände” zu haben, wenn es um “echtes Tun”, das Beherrschen von Handgriffen geht.

Das kann(!) seine Ursache darin haben, dass einst nur ihre “geistigen” Fähigkeiten ausreichend gewürdigt wurden.

Andere Menschen hatten vielleicht Lehrer, die nicht zu erkennen vermochten, wie begabt sie schreiben könnten. Sie schauten vielleicht nur auf die Rechtschreibung und achteten darauf, ob die Schrift leserlich war. Ob der Inhalt wunderbar oder die Kinder für ihr Alter erstaunlich gut formulieren konnten, erfassten diese Pädagogen nicht oder lobten die Kinder nicht dafür.

Deshalb denken diese Menschen heute: “Ich kann nicht gut erzhählen” oder “Schreiben liegt mir nicht”.

Das Wunderbare ist nun: Für die nächsten Schritte im Umgang mit deinen Zielen sind diese erlernten Strategien oder auch “Altlasten” keineswegs entscheidend.

Es kann interessant sein, darum zu wissen. Entscheidend ist jedoch etwas ganz anders:


Kleine Übung (4-6 Minuten)

Stell dir ein Ereignis vor, das wunderbar, das zu schön war, um wahr zu sein.

Versetze dich in die Situation von damals.

Was hast du getan oder erlebt, das so wunderbar war?

Mache einen Filmclip aus deinem Erlebnis.

Die Umgebung, Töne, Stimmen, Gerüche, stell’ dir alles vor, was du erlebt hast.

Wie hast du dich gefühlt?

Was hast du empfunden? Freude? Stolz? Erleichterung?

Wer war dabei, wer hat sich mit dir gefreut?

Genieße noch einmal dein wunderbares Erlebnis.



Es geht hier nicht um eine Technik.

Diese Übung zeigt, was unser Gehirn dauernd macht: Es vergleicht Situationen, in die wir geraten, Herausforderungen, vor denen wir stehen, mit alten Erinnerungen. Es schaut nach, wie wir uns damals verhalten und gefühlt haben.

Das geht so schnell, dass wir diesen “Datenabgleich im Gehirn” nur selten registrieren.

Du kannst dir jedoch selbst Erinnerungen an gelingende Vorhaben, an verwirklichte Ziele “ins Bewusstsein rufen”.

Beispiel:

Ich habe nicht lange Fußball gespielt. Und ich war gewiss kein guter Spieler.

Dennoch erinnere ich mich gerne an ein bestimmtes Turnier. Hier hatte ich drei Tore geschossen, obwohl ich Torwart war.

Du kanst dir dein Ereignis mit geschlossenen Augen noch einmal ins Gedächtnis rufen: Wie war das?

In meiner Erinnerung kommt mir sogar der Geruch der Halle in den Sinn und das Kopfschütteln des Trainers, als ich einfach so das Tor verlassen habe und in die gegnerische Hälfte renne.

 

Was dir diese Erinnerung bringt? Es beantwortet bildreich die Frage:

Wie ist das, wenn man etwas erreicht hat?

 

An dieser Stelle kommen die Ziele, die du letzen Sonntag möglichst genau aufschreiben solltest, ins Spiel:

Wenn ein Eintrag auf deinem Papier lautet, 27.000 Seemeilen zu segeln, wenn es das ist, wovon du sagst

Will ich erreichen, habe ich nicht

dann solltest du eine genaue Vorstellung davon haben, wie es sich anfühlt, etwas erreicht zu haben.

Die gerade einmal 16-jährige Laura Dekker sprach über das, was sie liebte:

Sie stellte sich vor, wie es sein wird, fremde Küsten vom Boot aus zu sehen, die beeindruckenden Spiele der Sonne auf dem Wasser zu beobachten.

Und noch etwas sagt uns die junge Seglerin: Sie habe sich in Erinnerung gerufen, wie hart sie hat kämpfen müssen, um überhaupt an ihrer eigenen Vision teilhaben zu können.
Schon im Vorfeld gilt es zu planen, gibt es Hindernisse zu überwinden.

Es ist wichtig, sich zu überlegen, was wir bisher auf uns genommen haben, um ein spezielles Ziel zu erreichen.


Wenn du auf deiner Positiv-Liste die wichtigsten Ziele anschaust, kannst du mit ihnen ebenso verfahren wie mit den Erfolgserlebnissen, an die du dich erinnert hast.

Stell’ dir vor, wie es sein wird, wenn du erreicht haben wirst,

was du dir vorgenommen hast.

Das macht deine Vorhaben attraktiv! Du wirst regelmäßig an sie denken, gerade weil du dir ausgemalt hast, wie es sein wird, etwas neues, wunderbares zu erleben.

 

 

How to frame or rephrase your goals. How gorgeous memories can encourage you to embrace your goals.


14 Tage neues Jahr

Samstag, 14. Januar 2012

Die Winterferien sind jetzt wirklich vorbei. Doch der Winter kommt erst noch. Bevor also das Internet eingeschneit wird, noch schnell ein Rückblick auf die letzten sieben Tage:

Zu meinen Antworten auf die Frage nach dem, was ich (erreichen) will, aber nicht (erreicht) habe, kamen in den letzten Tagen hinzu

  • meine Tanzkenntnisse auffrischen (wird das ein Sapß…)
  • im Gästezimmer eine Schreib- und Leseecke einzurichten, fernab vom PC und sonstiger Elektonik
  • auf Anfrage will ich doch noch einen Vortrag vorbereiten und im Frühjahr halten

 

Also, was konnte ich mit Augen, Ohren, Mund und Händen so anfangen in dieser Woche?

Gelesen: Peter Singer, Animal rights. Die Frage ist simpel: Warum verwehren wir zahllosen Lebewesen grundlegende Rechte, die wir unserer eigenen Spezies “Mensch” (zumindest auf dem Papier!) zubilligen? Peter Singer, zu Unrecht umstrittener Ethiker, widmet sich dieser Frage.

Gehört (Angefangen): Umberto Eco, Baudolino – ein Genuss! Vor allem, wenn es draußen schneeregnet …

Auf meiner Nase tat die Sonne richtig gut: Donnerstag gab es auch am Nachmittag noch Sonne satt zu genießen.

Hände: Ein wenig überrascht war ich schon, als ich gebeten wurde, “mit Hand anzulegen” – bei einer chiropraktischen Behandlung eines Pferdes (eines ganz besonders lieben Pferdes!!!)

Ach so, meine Beine habe ich in dieser Woche gut gespürt, als ich nach längerer Pause mal wieder Zeit auf dem Rücken eines Pferdes zugebracht habe.

Meinem Ziel, in absehbarer Zeit ausreiten zu können, bin ich tatsächlich langsam, aber stetig näher gekommen  :-D

Wenn man bedenkt, wie furchtbar ungeduldig und ehrgeizig ich bin, dann ist’s ein Wunder, dass ich nicht mit dem Pferd durchgegangen bin …

 

 

 

 

 

 

Das Jahr 2011

Freitag, 30. Dezember 2011

ist fast zuende.

Und meinem Vorhaben, einfach weniger zu haben, bin ich in den letzten Monaten treu geblieben.

In diesen letzten Tagen des Jahres bin ich ganz aufgeregt. Was 2012 wohl an Geschenken, Überraschungen und schönen Erlebnissen bereit halten wird?


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What’s next?

Montag, 1. August 2011

Nachdem am Wochenende die Bücher dran waren, sitz’ ich grad am Schreibtisch nach einem 20minütigen Schreibanfall – und betrachte tatendurstig meine CDs …

Ich höre gerade: Lena Chamamyan

Die habe ich – neben anderen Alben – aus diesem Laden mitgebracht … Shops in Beirut

Ich höre Stimmen: “So ein Erinnerungsstück kannst du unmöglich weggeben.”
Soll ich die CDs erstmal in Ruhe lassen?

Dabei hatte ich mir viel vorgenommen: Es sind Ferien, ich hatte einen angenehmen Kurs (die Teilnehmer waren toll, dazu später mal mehr und wenn es sich einrichten lässt, auch Bilder oder so was), die Sonne scheint mal wieder länger als 20 Minuten am Stück, kein Regen. Erst mal noch ein wenig schaffen, dann geht’s ans Aussortieren.
Im Garten Zeitung lesen, Literatur mitnehmen, das geht, weil die Nachbarn mal nicht im Quartett gemäht oder die Nachbarin mit der Elektrosense noch den letzten Halm auf Normhöhe gekappt hat.
Dazu treffend: Rasenmähen
Ist ja auch nicht Samstag – einfach weniger mähen, gut für die Ohren, gut für die Bienen.

Ich schweife ab …
Nun sitz’ ich da, schöne Musik, ein wenig Rotwein und viele CDs *seufz*
Heißt Minimalismus auch “halbiere Deine CD-Sammlung”?
Werde mir mein erstes Buch zum Thema kaufen ;-)