Archiv für die Kategorie „Fundstücke“

Wer wenig hat, der bleibt verschont? Interview am Wahltag.

Montag, 23. September 2013

Dieses Interview hat mich wirklich beeindruckt – vor allem die Ehrlichkeit dieses Mannes. Ob das den Wählerinnen und Wählern klar war - nach dem Wahltag kommt der Zahltag?

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Reden-wir-Klartext-Das-Geld-ist-futsch/story/31631333

“… wer wenig hat, dem wird man das Wenige noch nehmen!”

Weniger humorlose Religiodingsbums

Freitag, 21. Juni 2013

Sooo, ich muss auch mal sagen, wovon es weniger geben sollte: Ich weiß, da gibt es eine ganze Menge (Waffen in Kinderhänden, Präsidenten, die Demonstranten wegfegen wollen wie unbedeutenden Dreck, Politiker/Priester/Investment-Banker, die schalten und walten, als gäb’ es uns, die Menschen, gar nicht usw.).

Ich fange klein, mit einem weniger ernsten Thema an:

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Neues von der Pädagogenfront + Umfrage

Sonntag, 16. Juni 2013

Heute gibt es vier Video-Beiträge für Euch. Und ein Ratespiel. Viel Spaß beim Ansehen. (weiterlesen…)

Leo Babauta: Advice to My Kids (Übersetzung)

Sonntag, 2. Juni 2013

Für die heutigen Sonntagsgedanken habe ich einen Text von Leo Babauta von zenhabits.net übersetzt.

Es lohnt sich mit seinen Gedanken, Anleitungen, Ideen in den Sonntagsspaziergang aufzubrechen. Amazing Guy!

Was meine Kinder wissen sollten.

“Ich habe sechs liebe Kinder, eines ist bereits erwachsen, zwei weitere sind es bald. Ich verwende manch einen Gedanken darauf, was sie wissen sollten, wenn sie nun mit der Zeit groß werden und in die Welt hinausgehen.

Was kann ich ihnen mitgeben? Was wird ihnen im Leben wirklich helfen?

Folgendes sind die Dinge, die sie m.E. verstanden haben sollten:

Du bist gut genug. Viele Leute fürchten sich davor, etwas anzupacken, weil sie befürchten nicht gut genug zu sein, ja, sie könnten scheitern. Aber: Du bist gut genug.
Begreife das und Du wirst neue Herausforderungen nicht scheuen, wirst keine Angst davor haben müssen, zu scheitern, wirst auch auf die Bestätigung anderer nicht angewiesen sein.

Alles, was Du benötigst um fröhlich zu sein, befindet sich in Dir. Viele Leute möchten ihr Glück in gutem Essen finden, im Konsum von Drogen, Alkohol, beim Shoppen, im Nachtleben, im Sex …. gerade deshalb, weil sie äußeres Glück anstreben. Sie machen sich nicht bewusst, wie sehr die Mittel oder die Wege zum Glück eben nicht außerhalb ihrer selbst zu finden sind. Sie liegen in Dir: Dankbarkeit, Hingabe, die Fähigkeit bedeutsame und sinnvolle Dinge zu tun, selbst wenn das nur im Kleinen geschieht.

Du kannst Dein eigenes Geschäft aufbauen. Als ich jung war, dachte ich: Erst ’mal auf die Hochschule und dann als Angestellter arbeiten – sein eigenes Geschäft zu haben, ist was für reiche Leute. Das war alles Mumpitz. Es ist machbar für fast jede(n) von uns, sein eigenes Geschäft aufzuziehen. Du magst das anfangs vielleicht wirklich nicht gut hinkriegen, aber Du wirst schnell dazulernen. Diese “Ausbildung” ist um vieles besser als das, was die Hochschule Dir bieten kann. Alles, was wirklich nützlich und hilfreich war, habe ich nicht von der Hochschule mitbekommen … mein eigenes Tun hat’s mir mitgegeben.

Das heißt nicht, dass ich keine Lehrer hatte: Du findest sie nicht immer in der Schule, beeindruckende Lehrer gibt es überall. Ein Freund auf der Arbeit. Deine Bekannten im Netz. Deine Eltern, Geschwister, Großeltern, Onkel und Tanten. Deine Lebensgefährtin. Deine Kinder. Selbst Dein Scheitern ist ein Lehrmeister. Wenn Du etwas lernen willst, findest Du Lehrer überall.

Gebe weniger aus als Du einnimmst. Bis zu dreißig Prozent weniger, wenn Du es einrichten kannst. Ein Großteil der Leute bekommt einen Job und geht sogleich daran, das Einkommen in einen Kredit fürs Auto, eine hohe Miete oder  in eine teure Immobilienfinanzierung zu stecken, sie schaffen sich Besitztümer an und gehen groß essen und nutzen dabei Ihre Kreditkarte. Nichts davon benötigst Du wirklich. Und vor allem gebe nichts aus, was Du nicht hast. Lerne ohne diese Dinge zurecht zu kommen und sei glücklich mit weniger. Lege von Deinem Einkommen etwas beiseite; nutze die Kraft, die in der Mischung verschiedener Einkommen liegt.

Lerne gesundes Essen zu schätzen. Es ist alles eine Frage, wie Du Deine Geschmacksknopsen umtrainierst. Lerne, wie Du Dich selbst bekochen kannst; probiere einfach ‘mal gesunde und köstliche Rezepte aus.

Lerne Mitgefühl. Wir starten ins Leben mit einem ziemlich egozentrischen Blick: Wir wollen kriegen, haben und behalten, was wir kriegen können. Durch Mitgefühl kann uns klar werden, dass wir und unsere Interessen nicht wichtiger sind als die der anderen. Wir sind eben nicht die Mitte des Universums. Jemand geht Dir auf dir Nerven? Du kannst auf die Person zugehen und nachfragen, wie sein oder ihr Tag war. Kannst Du jemandem helfen, weniger verärgert zu sein oder weniger an einer Sache zu leiden?

Höre nicht auf zu lernen. Wenn Du nur eine kleine Sache am Tag lernst, wird sich das mit der Zeit summieren.

Werde aktiv und habe Spaß daran. Sicherlich kann man viel Spaß haben übers Internet, Süßigkeiten und Fritten zu essen, vor dem Fernseher zu hängen und Videospiele zu zocken. Aber rauszugehen und mit Freunden zu spielen, Ballspiele, Schwimmen, Klettern, einander herausfordern und miteinander die Kräfte messen … dabei kann man weitaus mehr Spaß haben. Und es fördert ein gesundes Leben, hält Herz und Kreislauf fit und verschafft Dir einen klaren und hellen Kopf.

Freunde Dich an mit Unzumutbarem. Unbequeme oder unzumutbare Situationen zu meiden ist weit verbreitet, erweist sich aber als Fehler: Mit ein paar Unbequemlichkeiten oder Zumutungen auszukommen, wird Dein Leben verändern. Ereignisse, Verhaltensweisen die Dich stressen verlieren an Bedeutung.

Nimm eine andere Perspektive ein: Hat das in fünf Jahren noch irgendeine Bedeutung? In den meisten Fällen antwortest Du wohl mit Nein. Wenn doch, dann setz’ Dich damit auseinander.

Schätze das Leben. Nicht nur die üblichen Vergnügungen, sondern alles und jeden. Den Unbekannten, der Dir im Bus begegnet. Die Sonnenstrahlen, die Dein Gesicht berühren, wenn Du spazieren gehst. Die Stille am Morgen. Die gemeinsame Zeit mit einem geliebten Menschen. Zeit für Dich. Dein Atemfluss, wenn Du ganz bei Dir bist.

Gehe in Dich. Sei nicht besorgt, Fehler zu begehen: Sie sind die besten Lehrmeister. Stattdessen lerne lieber Fehler zu akzeptieren. Lerne aus diesen zu lernen, und lerne sie hinzunehmen, so dass sie Dein Selbstwertgefühl nicht untergraben.

Du benötigst niemanden, der Dich glücklich macht oder der Dich bestätigt. Du hast keinen Chef nötig, der Dir sagt, dass Du Deine Sache wirklich gut machst. Ebensowenig benötigst Du einen Lebenspartner, der Dir sagt, dass Du liebenswert bist. Auch die Bestätigung durch Deine Freunde hast Du nicht wirklich nötig. Sie und andere liebenswerte Menschen um Dich zu haben, ist eine der faszinierendsten Dinge im Leben. Dennoch: Sei Dir zuerst und vor allem bewusst, wer Du wirklich bist.

Lerne gut mit Veränderungen zu leben. Veränderung ist das einzig Konstante im Leben. Du wirst immer daran leiden, wenn Du versuchst Dich an Dingen festzuklammern. Lerne also loszulassen (In Dich zu gehen und Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren kann Dir hierbei helfen) und flexibel in Gedanken und im Geist zu sein. Verstricke Dich nicht in den Dingen, wo Du Dir’s allzu bequem gemacht hast. Verschließe dich nicht gegenüber Neuem und Unbequemem.

Habe ein offenes Herz. Das Leben ist faszinierend und wunderbar, wenn Du mit Deinem Herz nicht scheu und zurückhaltend bist. Andere Menschen sind faszinierende Wesen. Habe ein offenes Herz und sei bereit, Dir Verletzungen zuzuziehen, die ein offenes Herz mit sich bringt – so zeigt sich Dir das Leben von seiner besten Seite.

Lass Liebe bestimmen. Erfolgsgeil und von Ehrgeiz zerfressen zu sein, dazu die Selbstgerechtigkeit … taugen nicht als Lebensregeln. Liebe Deine Familie, Freunde, Mitarbeiter, Unbekannte, betrachte andere Menschen als Deine Geschwister. Liebe selbst diejenigen, die meinen, sie müssten sich Dir gegenüber schlecht oder feindlich verhalten. Liebe Tiere, die wir als Lebensmittel betrachten und wie Objekte behandeln.

Und vor allem: Liebe Dich selbst.

Immer und unbedingt darfst Du wissen: Ich liebe Dich mit jeder Faser meines Lebens.”

 

 

Wow. Enthält echte Herausforderungen. Ein Glück: Leo Babautas Texte sind ein Angebot. Nimm also, was Du brauchst. Kein Muss. Keine festen Regeln.

Mich interessiert, was Du von Leo Babautas Gedanken hältst:

Was kennst Du?

Was praktizierst Du?

Was ist für Dich schwierig, eine echte
Herausforderung?

Was nimmst Du mit in die nächste Woche?

Hier geht’s zum Originalartikel.

 

Fundstück: Mehr gesunder Sachverstand…

Donnerstag, 30. Mai 2013

…für unser ach so armes Land.

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Fundstück: “So etwas gibt’s überall…”

Sonntag, 23. September 2012

…verletzte religiöse Gefühle:

Für die nächste Zeit wünsche ich mir einfach weniger Randale.

 

 

 

 

 

 

Sehenswert: Die Anfänge des Euro und Griechenland.

Montag, 17. September 2012
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Immer schneller, immer höher, immer weiter, immer mehr!

Sonntag, 26. August 2012

 

Alle rennen

Alle rennen, alle traben,
Alle tun sie irgendwas.
Alle wollen, alle haben
Einen riesen Freizeitspaß.
Alle brauchen, alle tragen
Einen vorgeschrieb‘n Dress.
Alle hetzen, alle jagen,
Alle sind im Freizeitstress.
Alle laufen,
Alle schnaufen,
Alle strampeln,
Alle hampeln,
Alles regt sich
Und bewegt sich
Ringsumher:
Immer schneller, immer höher, immer weiter, immer mehr!

Und ich, ich möchte einfach nur im Gras ‘rumsitzen,
Die Ameise den Krümel tragen sehn
Und Eidechsen, die über Mauerritzen flitzen,
Libellen, die still überm Tümpel stehn,
Die Kellerassel mit den dünnen, kleinen Beinen,
Die ihren schweren Leib nachhause schleppt.
Joggen? Jetzt lieber nicht und Fitnessdrink auch keinen,
Und keinen, der mein altes Fahrrad noch zum Bike aufpeppt.

Alle brauchen, alle suchen
Action und Animation,
Alle fluchen, alle buchen
Doch die nächste Reise schon.
Surfen, skaten und snow-boarden,
Von der Brücke fall‘n am Strick,
Grellbunt aufgestylte Horden
Auf der Suche nach dem Kick.
Alle trekken
Wie die Jecken,
Alle steppen
Wie die Deppen.
Das Gekletter
Auf die Bretter
Bringt‘s total:
Immer teurer, immer bunter, immer öfter ins Spital!
Und ich, ich möchte einfach nur am Strand ‘rumliegen,
Die warme Sonne spür‘n auf meinem Fell,
Die Wellen plätschern hör‘n, sehn, wie die Möwen fliegen
Und gar nichts tun und das auch ja nicht schnell.
Ich laß Muscheln und Sand durch meine Finger rinnen,
Ein Glas Wein durch meine Kehle, kühl und herb.
Ich weiß, mit mir, da kann man kein Turnier gewinnen
Und auch keinen Pokal und keinen Strandburgwettbewerb.

Alle wollen, alle müssen
Stets dabeisein und sichtbar
Jemand grüßen, jemand küssen,
Ins Beziehungsseminar
Und in die Flamencotruppe,
In die Bauchtanztherapie,
In die Selbsterfahrungsgruppe,
In die coole Galerie.
T-shirt malen,
Beitrag zahlen,
Inhalt suchen,
Eierkuchen.
Gib der Batik-
Problematik
Einen Sinn.
Immer hipper, immer flipper, immer hopper, immer popper,
immer dreister und zeitgeister, immerhin!

Und ich, ich möchte einfach nur den Regen schmecken,
Den Windhauch spür‘n, die Wolken ziehen sehn
Und Fabelwesen und Gesichter drin entdecken
Und wenn schon gehen, dann nur müßiggehn.
Ich übe, mich tot stell‘n, absagen und verschieben,
Die Zeit tropfen hör‘n, eh der Quell versiegt.
Ich möchte einfach nur gern leben und Dich lieben
Wenn darin nun mal meine wirkliche Begabung liegt.

Von hier: reinhard-mey.de