Archiv für die Kategorie „Ausmisten“

Fühl dich wohl …

Donnerstag, 15. September 2011

… in deinen vier Wänden.

Das kann ich jetzt: Mich gut fühlen in meinem Heim ;-)

Ich gehe durch die Zimmer und sehe, was alles nicht mehr da ist.

Die letzten 8 Wochen haben mich fast jedes Buch, jede CD, jedes Ersatzteil, dazu Tassen, Teller, Müslischüsseln, Regenjacken, Sporthosen … in die Hand nehmen lassen.

Wichtig waren vor allem die Fragen

- was habe ich in meinen vier Wänden stehen / liegen / verstaut / versteckt?

- was davon benötige ich eigentlich wirklich?

- was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?

- kenne ich jemanden, der/die das gebrauchen kann?

Natürlich geht einem viel durch den Kopf, auch Erinnerungen, wenn man irgendwelche Geschenke entsorgt (“Erinnerungsstücke”).

Eines ist mir klar geworden: Wir könnten mit viel weniger auskommen, wir könnten einfacher leben. Mir ist es sehr schwer gefallen, die ersten Schritt zu gehen. Allein, ohne Anleitung den Wunsch nach weniger umzusetzen.

Ich bin noch nicht fertig. Aber die ersten Hürden sind genommen. Und weitere Sachen wandern fort. Und ich fühl mich wohl dabei.

 

 

 

Eigentlich

Mittwoch, 24. August 2011

wollte ich ja einen Artikel zu GTD (“So bekommst Du deine Sachen hin.”) schreiben – den 842sten im deutsch-sprachigen Netz …

Stattdessen melde ich mich zurück von einer Woche mit wenig Schokolade, wenig Internet, wenig Einkaufen (1), kein Bus, nur Fahrrad.

Dafür überfielen mich zwei, drei kleine Ausmist-Attacken, die so zwei, drei Kisten für’s Weggeben ergaben.

So, jetzt können die angekündigten Gewitter kommen *freu*

 

 

Sachen rauswerfen, aber wo?

Montag, 8. August 2011

Die Frage “Wohin mit den überschüssigen Sachen ?” ist schnell beantwortet: Jemandem eine Freude machen :-)

Ein kleiner Erfahrungsbericht.

Am Anfang bin ich nur oberflächlich durch alle Zimmer gegangen, es war nicht mehr als ein flüchtiges Reinschauen. Mein Arbeitszimmer hatte ich ganz ausgenommen.

Inzwischen benötige ich mehr Zeit. Hier sind Fragen, mit denen ich die einzelnen Räume / Orte durchgegangen bin. Du kannst Dich daran orientieren oder andere, für Dich sinnvollere Fragen finden.

Orte, an denen sich Weg-damit-Kandidaten finden lassen, sind z.B.:

Eingangsbereich: Wieviele Regenschirme gibt es? Sind es schon mehr als 5? Vielleicht stehen da auch Schuhe, in denen keine(r) mehr läuft?

Büro / Schreibtisch: Angefangen von Lexika, die inzwischen online zur Verfügung stehen über kleine Stapel alter Software gibt es in Arbeitszimmern oft eine Menge, was nicht dem Zweck dieses Raumes dient, der konzentrierten Arbeit. Ein gewisses Maß an Chaos finde ich gemütlich, zuviel davon lenkt mich einfach nur ab. Von daher profitiere ich an einem aufgeräumten Schreibtisch sitzend von dieser Idee: Schreibtisch frugal

Küche: Was hast Du hier schon lange Zeit nicht mehr benutzt? Klar, dass die “Ausstecherle” erst Weihnachten wieder das Tageslicht sehen. Aber wie sieht es mit dem restlichen Inventar aus? Gibt es neben Handrührstab und Rührgerät auch noch einen Mixer? Brauchst Du wirklich neben Herd und Toaster noch den Sandwich-Toaster?

Schlafzimmer: Weniger ist hier definitiv mehr: Mit weniger Kram in Bettnähe schläft’s sich besser! Vor allem sollten Bücher aktueller Projekte oder dergleichen fern bleiben, die gehören ins Arbeitszimmer.

Bad: Müssen alle Duftsorten auf dem Wannenrand stehen? Oder reichen nicht 2? Je nach Typ verträgt die Haut nicht alle Produkte. Hier hilft: Probieren.
Ich kann nur SIMPLE empfehlen: Enthält fast nichts ;-) , was ungesund sein soll (ohne synthetische Duftstoffe und Farbstoffe) und ist sehr ergiebig. Das ist jetzt natürlich Werbung, aber da steht mehr, als ich hier tippen will: Duschset-SIMPLE

Gästezimmer: Wer eins hat, sollte auch hier regelmäßig einen Blick reinwerfen, damit es nicht zur heimlichen Abstellkammer aufsteigt. Auch Blumen könne hier leise vor sich hin sterben …

Keller / Abstellraum: Eine erste Frage, die mir kam: Wer könnte sich worüber freuen? Einfach mal Sachen für’s Verschenken ins Auge fassen? Ansonsten: Was steht/liegt/hängt hier (rum), das nie jemand benutzen wird? Diese Räume finde ich wichtig, weil sie oft genug Dinge aus unserer Vergangenheit/Kindheit enthalten; vielleicht fällt das Ausmisten hier deshalb besonders schwer? Ich hätt’s nicht gedacht: Dafür gibt es dann eigens ein Coaching: Raumcoaching

Und sonst? Es gibt noch mehr Orte, an denen sich Weg-damit-Kandidaten versteckt halten.

Ich bitte um Vorschläge.

So einfach ist das gar nicht

Montag, 8. August 2011

Muss ein wenig jammern: Einfach ist das gar nicht:
In der letzten Woche habe ich mich grad mal von 2 Metern Bücher getrennt.
Den Rest habe ich einfach auf die übrigen Regale verteilt oder er wanderte in Kisten.
Das fühlt sich nicht nach einem großen “Jetzt-hab-ich-weniger”-Erfolg an.

Werde mich in Geduld üben. Und aus jedem Raum Dinge raus stellen, die ich selten benutze.

Na ja, es sind Ferien. Und bis zum Wochenende schaffe ich noch einiges.

What’s next?

Montag, 1. August 2011

Nachdem am Wochenende die Bücher dran waren, sitz’ ich grad am Schreibtisch nach einem 20minütigen Schreibanfall – und betrachte tatendurstig meine CDs …

Ich höre gerade: Lena Chamamyan

Die habe ich – neben anderen Alben – aus diesem Laden mitgebracht … Shops in Beirut

Ich höre Stimmen: “So ein Erinnerungsstück kannst du unmöglich weggeben.”
Soll ich die CDs erstmal in Ruhe lassen?

Dabei hatte ich mir viel vorgenommen: Es sind Ferien, ich hatte einen angenehmen Kurs (die Teilnehmer waren toll, dazu später mal mehr und wenn es sich einrichten lässt, auch Bilder oder so was), die Sonne scheint mal wieder länger als 20 Minuten am Stück, kein Regen. Erst mal noch ein wenig schaffen, dann geht’s ans Aussortieren.
Im Garten Zeitung lesen, Literatur mitnehmen, das geht, weil die Nachbarn mal nicht im Quartett gemäht oder die Nachbarin mit der Elektrosense noch den letzten Halm auf Normhöhe gekappt hat.
Dazu treffend: Rasenmähen
Ist ja auch nicht Samstag – einfach weniger mähen, gut für die Ohren, gut für die Bienen.

Ich schweife ab …
Nun sitz’ ich da, schöne Musik, ein wenig Rotwein und viele CDs *seufz*
Heißt Minimalismus auch “halbiere Deine CD-Sammlung”?
Werde mir mein erstes Buch zum Thema kaufen ;-)

Was bleibt

Sonntag, 31. Juli 2011

Meine Aufgabe für dieses Wochenende:

Welche Bücher meiner Bibliothek bleiben im Regal?

Dabei meine ich nicht die Bücher zur Abendlektüre, sondern den stattlichen Bestand von schätzungsweise 23-25 Metern (wenn du alle Bücher aneinanderreihst).

Zuerst habe ich mir überlegt, …
… welche Bücher ich immer wieder zur Hand nehme; die bleiben griffbereit, wenn sie nicht online verfügbar sind
… woran ich in den nächsten sechs Wochen schreiben werde.
Das ergab dann drei Themenbereiche, alle Bücher dazu bleiben erst mal im Arbeitszimmer.
Die Literatur, die ich dauernd zitieren muss, liegt auch nicht mehr als Turm auf meinem Schreibtisch (Inspiration von hier: Klick mich!).
Lexika, Textausgaben, Zeitschriften stehen jetzt in einem Regal außerhalb meines Schreibzimmers.
So, damit bin ich schon zufrieden.
Jetzt noch ein paar Bücher auf Reisen schicken und Leute beglücken: “Du, bei diesem Buch musste ich an dich denken.”
Ich hoffe, es sind keine Minimalisten, sonst kommt das Buch womöglich zurück …