Sonntagsgedanken – Nach der Wahl war vor … Nein, vor der Wahl ist nach der Wahl. So, jetzetle.

Sieben Tage nach der Jahrhundertwahl … ich bin allerdings schon ein wenig enttäuscht: Ich hatte mir für Mutti schon ein besseres Ergebnis errechnet.

Wahlen zur Volkskammer

Quelle: Bundesarchiv

Mindestens 98,9 % hätten es schon sein sollen.

Wie ich darauf komme?

der ehemals frei agierende DDR-Prediger Gauck ist Bundesallesundjedenversteher, die unbescholtene Jungmädelsführerin Merkel Kanzlerin …

Ach, nur so …

Ich frage mich, wer die ganzen Stimmzettel für die CDU gestohlen hat.

Und die Millionen von Stimmen, die “Andere” gewählt hatten – futsch. Tauchen nirgendwo auf.

Da mussten die Spaßvögel PIRATEN eigens beim Sender nachfragen, dann wurden ihre Prozente mal erwähnt in dem GEZ unser aller Sender.

Aber die fehlenden Stimmen der CDU, ein Rätsel …

Das riecht nach Wahlbetrug. Unzweideutig.

Aber egal, macht ja nichts: Wenn Wahlen etwas verändern würden, dann wären sie verboten.

Obwohl: Die einzige Partei, die Leistungs- statt PeerVerteilungsgerechtigkeit forderte ist nun perdu. Getreu ihrem eigenen Motto: “Leistung muss sich wieder lohnen in Deutschland.” Tja, Herr Brüderle, dann mal die Ärmel hochkrempeln – oder wer auch immer die FDP wieder zu einer echten liberalen, d.i. der Freiheit und den Bürgerrechten verpflichteten Partei machen will.

Was mich nur wundert: Keine der Parteien hat uns vor der Wahl gesagt, dass wir den Maßanzug von BOSS oder das Spitzenkleidchen - Verzeihung: den Gürtel nun enger tragen müssen.

Alle woll(t)en Geld locker machen: Die SPD für die Arbeiter und die Migranten. Die GRÜNEN für die Frauen und die Migranten. Die CDU für die Mütter und die Religiösen. Die NPD für die Mütter und deren deutsche Väter. Die ÖDP für die Bäume und die Pflanzen. Die PIRATEN eben für alle (nur der BND geht hier leer aus).

Wäre es nicht an der Zeit gewesen für Mutti (oder für den Bundespräsidings) uns den Minimalismus zu predigen?

Der Firmenchef soll seinen Privathubschrauber mal stehen lassen. So etwas in einer Ansprache. Herrlich.

Den dritten Urlaub im Jahr kann man zwar per Gesetz nicht verbieten, aber die BILD könnte so etwas mal auf die Titelseite bringen: “Alleinerziehende wirft Hartz IV zum Fenster raus: Dritter Urlaub auf den Malediven!”

Oder eine simple Steuerreform: 20% für den neuen Jaguar. Dritter Mehrwertsteuersatz für Luxusgüter. Na, Frau Nahles?

Was die Boni für die Pleitemacher schwer arbeitenden Vorstandsvorsitzenden und -vorsitzenden betrifft: Von einem “SPD”-Kanzlerkandidings erwarte ich eigentlich nichts mehr keinen Stinkefinger, sondern die geballte Faust in Richtung der Bonzen … aber Moment, Steinbrück war ja selber einer. Schön blöd, sich selbst ein blaues Auge zu hauen.

Aber in einem werden sich alle Parteien einig sein: Erhöhung, Verzeihung: Anpassung der Diäten… die kommt bald. Ansonsten klingelt “Dein/e” Abgeordnete/r bald bei Dir und fragt Dich nach ein wenig Milch und zwei Löffelchen Zucker.

Oder die Gewerkschaften – die waren doch auffallend still, finde ich. Na gut, zugegeben, die leben auch ganz gut im System, wie Gott in Frankreich – zumindest das Führunsgpersonal der Gewerkschaft, also die Gewerkschaftsbonzen.

So ist nach der Wahl mal wieder vor der Wahl.

Und gelernt habe ich: Minimalismus ist eigentlich kaum ein Thema in diesem Land.

In meinem Umfeld schon. Wo ich Menschen darauf anspreche, sind sie eigentlich zugänglich. Und darauf setze ich weiterhin.

Nicht auf Mutti, nicht auf die Kirchen- oder die Gewerkschaftsfunktionäre, auf keinen anderen Politprofiteur – sie gehen zu oft mit dem falschen Beispiel voran.

Ich habe mit anderen zusammen gebannt auf die Wahlergebisse geschaut. Wozu?

Letztlich liegt es doch nur an einem Menschen, etwas zum Positiven zu wenden – an einem selbst.

 

 

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