Weniger Zettelwirtschaft

Daniel von Entdeckung der Schlichtheit hat mir hier das Stichwort für einen alten Artikel geliefert, der bis eben noch als Entwurf bei wordpress schlummerte:


Wie Terminplaner, Notizbücher und Postits uns helfen können.

Als ich vor mehr als einem Jahr Notizblöcke und Zettel und Tischkalender verbannte, hatte ich mir grob überlegt, wie ich weiterhin Termine notieren und Projekte im Auge behalten könnte.

Ich hatte mich mit Getting Things Done beschäftigt.

Zwei zentrale Gedanken von GTD sind:

- Verliere niemals eine Idee

- Behalte den Überblick

 

Die Arbeit mit Termin- und Wochenplaner begegnete mir schon recht früh in einem schlichten Ratgeber mit dem umwerfenden Titel “Selbstmanagement”.

So richtig gut und kurz und knackig ist mir ein “System” bei Ivan Blatter begegnet. Bis dahin hatte ich einen Wochenplaner und eine A3 große Pappe für Postits.

Jetzt gibt es noch ein Blanko-Büchlein für die MITs:

 

Wochenplaner und Übersicht für die MITs

 

Was in den Wochen- oder Terminplaner kommt, dürfte klar sein: Termine.

Und zwar alle: Die nächste Woche, der nächste Januar usw.

Der Terminplaner biete ausreichend Platz für die einzelnen Termine, auf der rechten Seite für die Dinge, die in den Tagesplaner wandern: Die Most Important Tasks

Ergibt sich aus einem Termin eine neue Aufgabe (etwa einen Anruf oder eine Anfrage per E-Mail durchführen), trage ich das erst einmal in meinen Terminplaner. Beim Tagesrückblick schaue ich, was ich davon sofort erledigen kann.

So bleiben alle anfallenden Arbeitsprozesse im Blick.

Am frühen Morgen, wenn ich mir überlege, woran ich heute arbeiten möchte, schaue ich die restlichen Aufgaben durch. Alle davon, die unmittelbar mit meinen MITs zu tun haben, kommen als Punkte in den Tagesplaner.

Bis vor einiger Zeit schrieb ich noch einzelne Aufgaben auf Postits und “beppte” sie auf eine Pappwand und ordnete sie einzelnen Schlagworten zu:

mail” – “fon” – “write” (Texte, die ich bearbeiten muss) – “gschwind” (= was sich nebenbei erledigen lässt) – usw.

Inzwischen benutze ich meinen Tagesplaner so intensiv, dass ich meine Pappwand nicht mehr verwende.

Aber der “motivationspsychologische” Effekt ist m.E. groß: Wenn sich nach und nach immer weniger Postits auf der Pappe befinden, weiß ich zumindest, dass ich nicht nichts getan habe ;-)

Im besten Fall bin ich meinen persönlichen Vorhaben und Zielen ein paar Schritte näher gekommen.

Wie so oft: Es sind Hilfmittel, tools. Sie sollen mir helfen, nichts zu übersehen und vor allem: Am Ball zu bleiben, bei dem, was ich mir vorgenommen habe.


Als ich schon gar kein Student mehr war, erhielt ich die Möglichkeit, an einem Seminar mitzuwirken, Titel: “Organisation im Studium”.

Davon habe ich als Referent auch selbst profitiert. Besser spät als nie ;-)

Die Macher von imgriff.com haben zu Leo Babautas ZTDhier ein pdf bereit gestellt.

 

Weitere Experimente mit ZTD / GTD zum Beispiel bei Karin Friedli.

Habe ich ein Blog vergessen? Bestimmt. Dann schreib mir den link.

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2 Kommentare zu „Weniger Zettelwirtschaft“

  1. Ivan Blatter sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis auf meinen Artikel! Schön, wenn auch noch ältere Artikel gelesen werden und inspirieren.

    Viele Grüsse
    Ivan Blatter

  2. Toffel sagt:

    Ich danke auch – für den Besuch. War mir eine Freude.
    Irgendwann und irgendwo (inzwischen auf diesem Blog) musste ich mal auf “Wie ich organisiert bin” hinweisen.
    Alles Gute
    Toffel

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