Sonntagsgedanken – Vier Fragen (2)

In den letzten Sonntagsgedanken habe ich die vier wichtigen Fragen genannt und die Idee dahinter erklärt.
Diese sollen eine Hilfe sein, sich seiner Ziele bewusst zu werden, aber auch zu realisieren, was du schon (erreicht) hast.
An dieser Stelle nenne ich noch einmal die vier Fragen; du kannst sie als Überschrift für jeweils einen Bogen Papier oder eine Seite in deinem persönlichen Notizbuch verwenden:


  1. Was habe ich, das ich will ?
  2. Was habe ich nicht, das ich will ?
  3. Was habe ich nicht und will es auch nicht ?
  4. Was habe ich, dabei will ich’s gar nicht ?

 

Wenn du dir in der vergangenen Woche Gedanken gemacht und für jede Frage einen Bogen Papier mit Antworten gefüllt hast – das kannst du jetzt auch noch tun ;- )  – dann sieht der nächste Schritt so aus:

Heute bzw. in den nächsten Tagen geht es um die beiden Fragen

Was habe ich nicht, das ich gerne will? und Was habe ich, das ich gar nicht haben möchte?

 

  • Habe ich nicht, will ich

Wenn hier “Idealgewicht” oder “Kräutergarten” steht, dann geht’s jetzt darum, ein Ziel in den Blick zu nehmen.

Das “Idealgewicht”, das ich z.B. nicht habe, wird zu dem Ziel “Ich möchte einen durchtrainierten Körper haben” ausformuliert.

Der “Kräutergarten” erhält nun beispielsweise die Beschreibung “Ich möchte eigene Gewürze etc. pflanzen”.

 

Wenn ich Sport treibe, sage ich mir nicht: “Ich treffe immer das Goldene nicht!” Das Entscheidende ist mit so einer Aussage nicht gesagt! Ich sage mir: “Ich will so stehen, den Pfeil so halten und Bogen und Körper so spannen, dass ich ins Goldene treffe.”

Das was ich bisher nicht (erreicht) habe, formuliere ich als konkretes Ziel und verbinde dies mit möglichst konkreten Handlungen.

Ziele müssen so greifbar sein, wie der Pfeil beim Bogenschießen.


  • Habe ich, will ich gar nicht haben

Aus dem “quasselnden Schachpartner”, dem “langweiligen Nebenjob” und der “chaotischen Küche”

werden ebenfalls griffige Ziele wie

“Ich möchte mit jemandem Schach spielen, der erst nach der Schachpartie anfängt zu plaudern”, “Ich will mir einen neuen Nebenjob suchen, der mich persönlich herausfordert” und “Ich lasse meiner Kreativität freien Lauf, so dass ich mich in meiner Küche wohl fühle (mögliche Gäste auch).”

Die auf diese Weise neu formulierten Ziele kommen auf eine neue Seite.

Das ist eine Positiv-Liste all dessen, was du erreichen willst.


Nachtrag: Es timmt, leider gibt es Dinge, die wir nicht einfach so ändern oder mal eben abstreifen können. Meine Beispiele sind recht banal; sind von mir auch nur dazu gedacht, die Dinge ein wenig zu veranschaulichen.

Schweres Leid oder eine Krankheit, das weiß ich sehr wohl, lassen sich nicht “positiv” umformulieren. Das ist gewiss nicht die Absicht, die ich mit diesem Artikel verfolge.

Dennoch glaube ich, wenn ich mich auf die wenigen Fragen konzentriere, kann mir das zu neuer Einsicht verhelfen. Das kann zum Beispiel so klingen:  “Ich kann dies oder das nicht ändern, ich will aber einen neuen Umgang damit einüben oder andere Menschen einbeziehen.

 

 

Ein weiterer Schritt ist, dass ich mir klar mache,…

…wann mein Ziel erreicht ist

…woran andere erkennen können, dass ich mein Ziel erreicht habe

…und worin der erste Schritt auf’s Ziel besteht?

 

Und: Selbstverständlich können dir jederzeit weitere Antworten zu den vier Fragen einfallen; wichtig ist nur, aus den Antworten konkrete Ziele zu gewinnen.

 

 

Clearly identify what you really want and debunk, what someone else taught you to want. How to frame or rephrase your goals. That’s what this and the following articles are all about.

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