Sonntagsgedanken

Wie einfach es doch sein kann.

Die letzten vier Tage habe ich in einem schlichten Gästezimmer zugebracht:

Ein Bett, ein Schrank, ein Stuhl, ein Schreibtisch, ein kleiner Tisch.

Dabei hatte ich: Laptop, Kalendar, Moleskine für’s Mind-Mappen, zwei Arbeitsmappen mit den nötigen Unterlagen.

Und ich konnte arbeiten.

Ohne meine Bibliothek, ohne die ganze Ausstattung meines Arbeitszimmers, ohne Telefon-Flat, Fax-Gerät und an zwei Tagen auch ohne WLAN.

Und ich hatte das Flair der Innenstadt (und das ohne Aufpreis! ;-) )

Alle nötigen Treffen und Termine habe ich in diese Tage gelegt, so hatte ich nur kurze Wege.

Effektive und zugleich erholsame Tage.

So konzentriert möchte ich in Zukunft auch schreiben können.

Und ihr glaubt’s kaum, wie viel ich noch so nebenbei erledigen konnte.

Einfach weniger dabei haben.

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6 Kommentare zu „Sonntagsgedanken“

  1. der Schlichte sagt:

    Hallo,

    ich kann deine Ausführungen oben sehr gut nachempfinden. Bei mir stellt sich innerhalb kürzester Zeit auch genauso ein Gefühl ein. Das minimalistische an Hotel- oder Gästezimmern führt bei mir ebenfalls zu Konzentration auf das wesentliche.

    Leider habe ich es, trotz des ganzen Ausmistens, bisher nicht in meine eigenen vier Wände retten können. Ich hoffe, du hattest in dieser Woche mehr Glück!

    lg daniel

  2. minimize sagt:

    Ja, Danke. Glück, das trifft es. Ich konnte drei recht sperrige Möbelstücke abgeben und damit sogar noch andere glücklich machen.
    Jetzt habe ich erst mal Platz bzw. die raus geräumten Sachen muss ich am Wochenende mal genau unter die Lupe nehmen … es könnten Kandidaten für’s Wegwerfen dabei sein ;-)
    Schritt für Schritt, das geht schon in die richtige Richtung, ich merke nur, dass ich doch recht ungeduldig bin.
    Und wie sieht’s bei Dir aus? Hast Du noch ein Bett? Ich denke grad über eine Alternative nach.

  3. Jo sagt:

    Das Bett!
    Schlafe seit Anfang Oktober ohne Bett, das steht erst mal im Abstellraum (nur 4 Bretter und Rollrost).
    Und wie sieht’s bei dir/euch aus???

  4. minimize sagt:

    Sorry, sorry, sorry, das ich mich jetzt erst melde…
    Ja, ich habe noch ein Bett.
    Wenn es eine bequeme Alternative gäb …
    Aber der Boden ist mir dann doch zu hart.

  5. Sebastian sagt:

    War auch mal ein maximaler Minimalist.
    Habe über mehrere Jahre auf einer Rollmatratze auf dem Boden geschlafen,
    hatte ansonsten einen Stuhl und ein Tisch in meinem Zimmer…

    Ist sehr praktisch wenn man umzieht… Man benötigt nicht viel mehr als einen
    Schuhkarton (auch wenn das so manchen ehemaligen Mitbewohner zu leichtem Spott verleitet hat…).

    Jetzt ist es nicht mehr so dolle… Habe ein Rollbett, ein Rollschreibtisch,
    ein Rollschrank usw.

    Beste Grüße
    Sebastian

  6. minimize sagt:

    Hallo.
    Du warst also ein “maximaler Minimalist”? Okay…
    Ein Rollbett, im japanischen Stil?
    Und was, bitteschön, ist ein Rollschreibtisch?
    Mit Rollen unten ;-) oder eine extrem biegbare Schreibtisch-Unterlage, die Du einfach auf dem Boden ausrollst – fertig ist der Rollschreibtisch?
    Rollschrank wäre dann so eine größere Variante der Reisetasche…
    Lieben Gruß

    Ach so, klär mich bitte auf ;-)

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